"Im Netz der Künste"
Die intermediale Autobiografie
von Michael Weisser

Gefördert vom Deutschen Künstlerbund e.V.

Der Rück-Blick:
Ich stehe hier und blicke zurück.
Was habe ich gemacht?
Was habe ich gedacht?
Was ist aus mir geworden?
Was habe ich versäumt?

Und welche Bedeutung hat "Kunst" für mich?


Der Ein-Blick:
"Kunst" ist für mich der Raum für Freiheit.
Ob regional oder global.
Ob analog oder digital.
Ob allein für mich oder vernetzt mit anderen.

Der Neu-Start:
Der Überblick ist mir wichtig.
Wo stehe ich.
Zwischen Risiken und Chancen.
Zwischen Präzision und Poesie.

Die Medien:
Bilder, Worte und Klänge.
Erschaffen und vernetzen.
Identität verorten und wieder auf die Reise gehen.
Und: Die eigene Geschichte schreiben!

"Simulativ"
Das Staatsarchiv Bremen 2022.
Dieses Archiv bewahrt Objekte und Dokumente zur Identität der Stadt in der ich lebe. Als Teil der Stadt bin auch ich in Bildern, Klängen und Worten archiviert.
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Warum mache ich mich zum Thema?
Ich suche für mich und empfehle anderen:
- den Rück-Blick in die Vergangenheit
- den Ein-Blick in die Gegenwart
- den Weit-Blick in die Zukunft
- und immer wieder Fragen stellen!


Zur Orientierung:
Mehr >>> führt zu neuen Seiten -
von dort geht es wieder nach hier zurück.
Im Hin-Und-Her durch Räume wandern -
und doch auf dem Weg bleiben.

Analoge Collagen:
Eine Bildserie aus den 1970er Jahren, seit 2012 in der Sammlung städtischer Kunstbesitz Bremen.
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Mein Anfang liegt in diesen Bildern:
Soll ich mich vom Leben treiben lassen?
Oder soll ich mein Leben selbst gestalten?
Ziele setzen - bis an die Grenzen der Fantasie!

Welchen Weg habe ich gewählt:
Soll ich dem Zauber der mystischen Alchemie nachgehen und "Goldmacher" werden, oder soll ich nach dem suchen, was die Welt im Innersten zusammenhält?
Wähle ich die Chemie als Reaktion der Stoffe, oder wähle ich die Physik als Versuch, die Welt in Formeln zu beschreiben und diese experimentell zu überprüfen?
Ich wählte die "Kunst" als einen Raum maximal möglicher Entfaltung, als Ort des Experiments, als Weg der Intensität und als ausdrücklich gewollte Veränderung: "amoibo"!


Wie läßt sich so ein Lebenskonzept finanzieren?
Darauf gibt es keine Antwort - nur den steten Versuch!


Praxis - Studium der Bildenden Kunst an den Kölner Werkkunstschulen: Sakrale Malerei, experimentelle Malerei, Druckgrafik und Fotografie bei Gerhard Kadow, Otto Gerster und Jürgen Klauke.
Die Aura des Originals und die Vielfalt der Variationen liegen im Widerspruch. Die Suche nach Wissen und Erkenntnis und eigenem Ausdruck fasziniert und hält in Bewegung.

Theorie - Studium der Kunsttheorie, Ästhetik und Kommunikationswissenschaften bei Bazon Brock, Alphons Silbermann, Ulrich Wienbruch und Jürgen Habermas.

Experimente mit analogen Medien:
Texte und Bilder werden zu Buch-Objekten verschmolzen. Gründung des Verlages "amöben-presse" 1969 mit der Aufgabe, das Handeln immer wieder kritisch zu überdenken.
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Kunst und Öffentlichkeit:
Der Diskurs zur 18. Jahresausstellung des Deutschen Künsterbundes 1970 in Bonn. Publikation mit Klaus Honnef, Helmut Rywelski und Ulrich Wienbruch. Welche sozio-kulturellen Kräfte bestimmen die Ansichten zur Kunst?
Bürgerinitiativen - mehr >>>

"De-Collagen" - 1971 Erinnerungen an Wolf Vostell.

Studium:
Kunstgeschichte in Verbindung mit Soziologie, Politik-, Erziehungs- und Kommunikationswissenschaften an den Universitäten in Bonn und Marburg. Dissertation zur Ästhetik der Alltagswelt über die Geschichte der feinkeramischen Industrie in Bonn bei Eduard Trier und Wolfgang Kemp. Umsetzung der Erkenntnisse als Objekt-Sammlung und Ausstellung mit drei Katalogen für das Rheinische Freilichtmuseum in Kommern/Köln im Auftrag von Adelhard Zippelius.

Kulturpolitik:
Engagement 1980 im Vorstand des VBK-Köln mit Georg Meistermann, Ansgar Nierhoff und Klaus Geldmacher. Vorsitzender im Berufsverband-Bildender-Künstler Bonn. Landes- und Bundesdelegierter. Leitender Redakteur des BBK-Kulturmagazins.
Sozialdemokratische Kulturpolitik mit Irmgard Gaertner. SPD-Landesdelegierter in Bonn.
Künstlerische Aktionen. Fotografische Erfassung von Industrieanlagen und Arbeiterwohnungsbau im Ruhrgebiet, Dokumenation für Foto Marburg im Auftrag von Heinrich Klotz und Martin Warnke und Bürgerinitiativen mit Roland Günter. Die Ästhetik der Alltagswelt wird zur Kunstform. Happenings mit Wolf Vostell. Stadtaktionen mit Peter Cipa, Helmut Tholen und Bon Vie.

Kunst im öffentlichen Raum:
Auftrag des Senators für Kultur und der Universität Bremen zur ersten Dokumentation und Analyse öffentlicher Kunst in Deutschland. Kooperation 1976 mit Hans-Joachim Manske und Sunke Herlyn.
Deutschlandweite Foto-Recherche, Seminar an der Universität Bremen, Ausstellung, Publikation, Lehraufträge zur öffentlichen Kunst.
Veröffentlichung von Fachartikeln, Gastdozenturen zur gesellschaftlichen Dimension von Kunst mit der Frage: Welche Kräfte prägen die Bilder der Stadt?
Politische Kunstformen: Das "Profitopolis-Spiel" und die "Stadt-Zerstörer" zur Frage "Wer beherrscht das Bild der Städte in Gegenwart und Zukunft?"
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Projekt Zukunft:
In welcher denkbaren Zukunft findet "Kunst" statt? Und welche "Kunst" findet in der denkbaren Zukunft statt?
Eine Kunst der fragmentierten und codierten Zukunft lässt sich noch nicht realisieren, aber sie läßt sich mit Worten beschreiben! Welche Interessen und Technologien prägen die Welt von morgen? Science und Fiction. Die Welten von "SynCode" und "DigIt!".
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Poem "Visions-Voice"
Text: Michael Weisser, 1982
Rezitation: Horst Breiter, 1984
SOFTWARE-Music, published 1985 >>>

Visionen in Worte fassen:
"Syn-Code-7" erscheint 1982 als Roman zur Bio-Technologie im Suhrkamp Verlag Frankfurt. 1983 folgt "DigIt" zur Computer-Technologie und "Off-Shore" über die letzten Nahrungsressourcen bei Corian und im Heyne Verlag München.
Experimentelle Literatur verbindet sich mit experimenteller Bildästhetik und Desc-Top-Design auf "Apple-Mac" zu neuen Buchformen.
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Als erstes Medien-Hybrid-Buch entsteht in Kooperation mit Herbert W. Franke der Roman "Dea-Alba". Eine phantastisch klingende Geschichte mit Computermusik von SOFTWARE (Mergener/Weisser). Das Buch mit MC erscheint 1988 in der Phantastischen Bibliothek von Suhrkamp.
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Die Schönheit der Mathematik:
Die Zukunft wird digital und fragmentiert. Auftrag der Arbeitsgruppe "Komplexe Dynamik" an der Universität Bremen. 1984 - Entwicklung einer Ästhetik der endlos gebrochenen "Fraktale". Organisation einer Ausstellung in der Unteren Halle des Alten Rathauses in Bremen und im Auftrag des Goethe-Instituts weltweit mit Heinz Otto Peitgen und Peter Richter. Publikationen, Computergrafik, Computermusik. Folgend erste Ausstellungen zur "Computer-Kultur". Experimente mit Hyper-Card-Vernetzung und digitalen Algorithmen.

Computerakustische Musik:
Fraktale als LP-Cover. Digitale Bilder werden ergänzt durch digitale Klangkompositionen. Gründung der Musikformation Mergener/Weisser (1982) sowie "SOFTWARE" (1984).
Im eigenen Elektronikstudio in Welschbillig/Eifel werden die im Roman "Syn-Code-7" beschriebenen "Kuppelprojektionen" musikalisch umgesetzt. Produktion von LPs, MCs, CDs auf dem Musik-Label IC (Innovative Communication) von Klaus Schulze.
Im Auftrag der US-Firma "Digtal Equipment Corporation" entsteht eine Sammlung von Computergrafiken. Ausstellungen, Live-Konzerte, Publikationen.
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IC / Innovative Communication:
Übernahme des Labels "IC" von Klaus Schulze. Ab 1982 Kooperation mit Mark Sakautzky, Wirkung als Creative-Director, Co-Composer, Texter und Producer. Die Vision ist "I see the future". Entwicklung prägnanter Cover-Art. Experimentelle Fotografie im Rahmen der ersten Gastprofessur zur "Computer-Kultur" an der Kunsthochschule Bremen.
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Festival zur Computer-Kultur:
Der Computer ist die universelle Maschine, die Texte, Bilder und Klänge algorithmisch organisiert und die Welt vernetzt. Neue Symbiosen zwischen Mensch und Technologie entstehen.
Idee und Organisation des ersten Symposiums "Bremer Tage der Computer-Kultur" im Jahr 1998. Intermediale Präsentation von computergenerierter Ästhetik. Kooperation mit Herbert W. Franke, Rolf Sachsse, Matthias Horx, Frieder Nake, Hannes Leopoldseder, Peter Glaser. Diskussionen, Ausstellungen, Konzerte und Work-Shops an verschiedenen Orten in Bremen.
Artikelserie zur "Computer-Kultur" für IBM-Deutschland.
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Digitales Rauschen: "Nica".
Bei dem Auftrag für die "ars-electronica" 1988 in Linz den Katalog zu entwickeln, kollabiert der Scan des Titelbildes "Nica". Es entsteht ein digitales Rauschen, das als Grundlage für Experimente mit dem Zoom von der Totale des Rauschens in das Detail bis zur kleinsten optischen Einheit (dem Pixel) genutzt wird.
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"Das Außen / Das Innen / Die Worte / Die Zeichen"
Im Frühjahr 2000 verändert die Berufung zum Schöffen an der 1. Kammer des Schwurgerichts in Bremen die Sicht zur Welt.
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Der Einblick in extreme Lebensgeschichten von Tätern und Opfern wirft grundsätzliche Fragen auf:
Was habe ich aus meinem Leben gemacht?
Was habe ich versäumt?
Was will ich noch erleben?

Analoges Rauschen: "Pinsel-Identitäten":
In der Einsamkeit einer mallorquinischen Finca entstehen ab 2001 Leinwandbilder im genormten Format 1x1 Meter mit analogen Acryl-Malereien.
In fiktiven Gesprächen "talk-to-?" werden tausende von spontanen Pinselstrichen geschichtet und erzeugen ein optisches Rauschen. Der Zoom in das Rauschen zeigt die Pinsel-Dukti als analoge Identitäten.
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Analoge und digitale "Denk-Felder":
Im Rauschen suchen, dann setze ich Sinn.
So entstehen codierte ICHs.
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Digitale Codes behaupten ihre Existenz:
Grafische ICH-Identitäten. Einheit in Vielfalt.
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Die Ästhetik der Pixel-Cluster:
Strichcodes, Pixel-Cluster und Gesichter, Ausstellung 2011 auf dem Campus der University for Applied Sciences in Kiel.
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Erste QR-Gestalt im Jahr 2007:
Experimente mit statischen und dynamischen QR-Codes. Der QR-Code als Interface zwischen der analogen Realität und der digitalen Virtualität.
"Ich werde Herr Dein Gott!"
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Das Nokia 6210 im Jahr 2000:
Der Anfang des SmartPhones.
ICH halte MICH endlich in der Hand. Essay 2014:
Das Smart-Phone wird zum digitalen Alter-Ego.
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Die Codierung der Welt von morgen:
Fragen stellen. Forschen! Ab 2007 Experimente mit der Ästhetik und Funktion des QR-Codes in allen Medien. Abstraktionen bis zur Aufgabe der funktionalen Identität des digitalen Codes.
Kontakt zum QR-Erfinder Masahiro Hara knüpfen. Der QR-Code als Interface beschreibt den Kosmos der Dinge und Begriffe. Publikation der Forschungsergebnisse zur Geschichte und Funktion des universellen QR-Codes im Jahr 2015.
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am:WORT:ort:
QR-Codes, Gestalten und Gesichter. Analoge und digitale Identitäten in den Räumen der Zentralbibliothek am Wall. Eine Installation zum 110-jährigen Bestehen der Stadtbibliothek Bremen.
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Digitales Rauschen digitaler Identitäten.
Im Rauschen werde ich stets nach Sinn suchen. Analoger Sinn programmiert digitale Algorithmen. Ist hier die Wiege der SehnSucht? Beteiligung an der Ausstellung "Die Algorithmische Revolution" im ZKM | Karlsruhe.
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Werkinventar "Oevre Weisser", ZKM | Karlsruhe.
Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe übernimmt 2008 die Sammlung Weisser in seinen Bestand. Kooperation mit Peter Weibel, Rolf Sachsse und Isabel Azoulay. Die Publikation im Deutschen Kunstverlag und die digitale Datenbank auf dem iMac geben Einblick in drei Heimaten. Es geht um Sehnsuchts-Orte. Ausstellungen in Cuxhaven, Bonn und Bremen.
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Start des Projektes "NETZ-KUNST" als virtuelle Verbindung von Heimatorten. Transfer der File-Maker-Datenbank vom digitalen "Künstlerinventar" in das assoziative WEB-Inventar "rice.de". Die dionysische "Sehn-Sucht" ist der apollonische Antrieb. In jeder Heimat bin ich ein Gesicht im Feld der Gesichter von vielen anderen.
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Analoges Rauschen: "Gesichter der Stadt".
Bremen als Heimat vieler verschiedener Menschen. Eine Hommage an die Vielfalt der Gesichter und an die Sehnsucht analoger Identitäten: "ges:ICH:ter."
Dokumentation und Inszenierung des besonderen "ICH" im allgemeinen "WIR" der Verfasstheiten und der Kulturen. Fotosessions an verschiedenen Orten in der Stadt. Ausstellungen, Diskussionen, Urban-Screen-Projektion, Publikationen, Kooperationen. Schirmherr ist Christian Weber, Präsident der Bremischen Bürgerschaft. In der Zentral-Bibliothek entsteht das 800teilige Wandbild "ges:ICH:ter".
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Analoges Rauschen - regional:
Subjektive ICH-Erinnerungen als Assemblage-Felder. Arrangements von privaten "Trouvées" in Acrylkästen. Im Rauschen der Erinnerungen lebt die eigene Geschichte zwischen Einfalt und Vielfalt. (Sammlung ZKM)
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Reisen durch Raum und Zeit:
Welche Bedeutung hat die Reise für mich?
Reise ist Bewegung! Physisch und psychisch. Nur durch die Bewegung erlebe ich ein Leben. Reisen bedeutet auch sich entfernen und sich annähern, aus dem Bekannten heraus das Fremde erfahren, und aus der Fremde kommend das Bekannte neu erleben, sich in Frage stellen, Risiken eingehen, Neues aufnehmen und immer wieder lernen.
Es ist der Geruch, der Geschmack, das Bild, der Klang und das Gefühl, das ich fühle. Es ist der Weg, die Sicht, das Sehen...
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Analoge Welt-Kulturen:
Ich bin nicht allein! Über die Vielfalt der globalen kulturellen Identitäten.
Das Ritual des gemeinsamen Essens als Ausdruck von Vielfalt und Besonderheit. Lehrauftrag und Seminar im Jahr 2010 über "the global taste of diversity" an der Hochschule Bremen veranstaltet im Atlantic-Hotel am Airport Bremen.
Das gemeinsame Kochen, Essen und Austauschen wird gefördert vom Atlantic-Airport-Hotel und dem Restaurant "Blixx".
Die Abschlußveranstaltung ist ein Come-Totgether der Hochschule und ihrer Alumni mit Ausstellung der Snack-Ästhetik, Projektion der "Genuss-Gesichter" und dem gemeinsamen Zelebrieren der weltweiten Snacks.
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Ästhetische Feldforschungen - global:
Das Projekt "Compressed-One-World" erfasst weltweit energetische Orte, verdichtet die Bilder zu Streifen und schichtet die Streifen zu quadratischen Flächen. Es geht um die biologische und kulturelle Vielfalt von Bildern, Objekten und Klängen der Welt.
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"Der Weg"
Text: Michael Weisser
Rezitation: Ulrich von Bock
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Parallel zu fotografischen Bildern und deren optischer Kompression werden Objekte und Klänge der Welt gesammelt. Es wächst das Trouvée-Feld "Der Welt-Tisch". Objekte und Klänge erfüllen einen Raum. Akustisches Rauschen formt sich zu Wellen, den: "oceans-of-the-world."
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Das Welt-Musik-Projekt G.E.N.E. - global:
G.rooving E.lectronic N.atural E.nvironments verbindet analoge Weltklänge mit digitalen Sounds und Sequenzen. Produktion und Co-Composing von Weltmusik in Kooperation mit Cléo de Mallio und Lisa Maria Tedesca. Das künstlerische Werk der Avatare im Cyberspace erscheint auf dem Label IC/DigItMusic.
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Ästhetische Feldforschung - weltweit:
United-States-Project. The compressed World.
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Die Bedeutung der Kirchen:
Kirchen sind nicht nur Orte des Glaubens sondern auch Ort der Kultur. Bei aller berechtigter Kritik an der Institution ist nicht zu vergessen, dass an diesem Ort unsere humanistischen Werte geprägt wurden.
Was kann "Kirche" im 21. Jahrhundert sein?
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"33!Denk!Bänke!":
Michael Weisser und der Kanzler Klaus-Michael Heinze am 3.3.2013 auf einer Denk-Bank. Bleibende Installation auf dem Campus der University of Applied Sciences Kiel. 33 Sitzbänke mit QR-Codes als intermediale Kunst im Öffentlichen Raum. >>> PDF
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Der universelle QR-Code:
Die Weltmusik von G.E.N.E. wird im Jahr 2014 auf dem Campus der dänischen Universität erfahrbar. Gestaltete QR-Codes linken zu visuellen und akustischen Erlebnissen, die über das SmartPhone aus dem Web abgerufen werden. Ausstellung und Symposium auf dem "Alsion-Campus" von Sønderborg. Kooperation mit Horst-Günter Rubahn.
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Bereits ab 2007 begannen erste Experimente mit statischen und dynamischen QR-Codes, die bis an die Grenze der Lesbarkeit bildnerisch abstrahiert wurden. Zum QR entstehen Acrylmalereien, Videos, Publikationen, Installationen, Objekte und Ausstellungen wie auf dem Campus der University of Applied Sciences in Kiel. Es entsteht eine zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum: Die ersten Denk-Bänke.
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3-D-digitale-Projektion:
Videophonie "SynCode" mit elektronischer Musik von "Software" im 360-Grad Mediendom auf dem Campus der University of Applied Sciences in Kiel. Fulldomeprogramme: Ralph Heinsohn. Musik: Software (Mergener/Weisser). Texte: Michael Weisser. Sprecher: Pamela Lambert und Peter Kaempfe. Aufführungen 2012 und 2013.
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SOFTWARE: "Space-Design" - 7:27
Composed by: Mergener/Weisser, 1993
Played by: Peter Mergener
Produced by: Michael Weisser



You-Tube-Videos:
Experimente mit dem bewegten QR-Interface.
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Entwicklung von ersten QR-Hybrid-Büchern mit gestalteten QRs, Netz-Kunst und neuen Formen von dynamischer Kunst im öffentlichen Raum. 2014 Gründung von "Die|QR|Edition" in Murnau am Staffelsee. Kooperation mit Michael Haitel.
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Das YouTube-Projekt:
Einen Schritt weiter gehen. Stehende Bilder in Bewegung bringen. Das Medium "Video" erkunden und Videos in bestehende Projekte einarbeiten. Veränderungen nachvollziehbar machen, Transformationen entwickeln und mit Mutationen spielen.
Seminar im Jahr 2014 an der Universität Erfurt im Fachbereich Kunst über die Themen Feldforschung, Lebensgestaltung und den "Irr-Sinn" von YouTube.
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Kreative Lebenskonzepte:
Braucht die Welt der Zukunft eine neue Methode des Denkens? Das Buch erfasst Interviews und Dialoge mit 44 Kompetenzen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Es beschäftigt sich mit dem künstlerisch-kreativen, assoziativen, non-linearen Denken und der Frage, worauf dieses Denken basiert, wie es entsteht, wie es sich äußert, wie es zu stimulieren ist und wie es als Handlung verändernd wirken kann.

Feldforschung: "Künstler-Ateliers":
Künstlerateliers sind besondere Orte der Entwicklung von Kreativität und Identität. Hier wird das Besondere im Allgemeinen kreiert, und es entstehen Bildserien und Interviews. Spezifische Klänge vor Ort werden aufgezeichnet und als Erlebnis eingearbeitet in die regionale Feldforschung "bremen:AN:sichten".
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Die e-Book-Edition: "WhitePaperCollection".
Als Fortführung der Publikation "neugierig:denken" entsteht ab 2016 die "White-Paper-Collection" bei Kindle (Web-Download) als Interviews mit kreativen Persönlichkeiten.
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Ästhetische Feldforschung:
Energetische Orte sind fernab und hautnah. Erforscht werden Atmosphären, Architekturen, Details und Themen. So auch die bereits 1873 vom Bauunternehmer Carl Philip Weiland angelegte "Helenenstraße" in Bremen. Durch Erlaß des Senats wurde diese Straße 1878 als erste "Bordellstraße" im Deutschen Reich ausgewiesen, um die Prostitution in der Hansestadt kontrollieren zu können. Im 2.WK wurden die Alt-Bremer-Häuser zerstört und durch behelfsmäßige Bungalows, den "Schotten", ersetzt.
2006 wird die Helenenstraße zum Drehort des Films "Auf der anderen Seite des Lebens" von Faith Akin mit Hanna Schygulla in der Hauptrolle. In diesem Zusammenhang ergibt sich erstmals eine Möglichkeit der fotografischen Erfassung aller "Schotten", ihrer Interieurs und der Details.
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Mecklenburg | Vorpommern:
Eine Ästhetische Feldforschung im fremden Teil von Deutschland. Entdeckungen!
# Januar 2016 bis 2017
# Fahrtstrecke ca. 9.000 Km
# Bild-Archiv ca. 2.900 Bilder
# Werke 199 Kompressionen
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Ist meine Heimat dort, wo ich herkomme?
Ist meine Heimat dort wo ich hin will?
Oder ist meine Heimat immer in mir?


Kreative Interventionen:
Kunst ist nicht nur die Kreation von Ideen und das Schaffen neuer Formen, Kompositionen und Bilder, sondern auch der konkrete Eingriff in die Welt.
Kunst ermöglicht ein Suchen, Entdecken, Erkennen, Transformieren und Kommunizieren. Die Analyse einer "Ästhetischen Feldforschung" läßt sich erweitern durch "Kreative Interventionen" wie im Fall vom "Projekt Cappel":
Die Kirche "St. Peter und Paul" des kleinen Ortes "Cappel" an der Wurster Nordseeküste ist geadelt durch eine Barockorgel des bekannten Baumeisters Arp Schnitger aus dem Jahr 1680. Die Dorfkirche ist verschlossen, ihre Geheimnisse bleiben verborgen, wenn man diese nicht medial erfasst und virtuell zugänglich macht. Über einen QR-Code an der Kirche kann man die besondere Ästhetik dieses Ortes in der virtuellen Welt des Internets erleben. Begleitende Publikation.
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Das Projekt: "Bremen:AN:sichten":
Regional-Global-Regional: Forschungen im Spannungsfeld zwischen Nähe und Ferne und im Austausch zwischen Heimat und Fremde.
Das Staatsarchiv Bremen übernimmt das analoge Künstlerarchiv mit Inventar in seinen Bestand. Ausstellung und Publikation "Ästhetische Feldforschung in der freien Hansestadt Bremen". Das Projekt erhält den Preis der Wissenschaftlichen Gesellschaft Bremen für Heimatforschung (WITTHEIT) 2019.
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Reflektionen: "Neugier als Sehnsucht".
Die beiden zentralen Kategorien "Sehn:Sucht" und Neu:Gier" werden in einer QR-Hybrid-Publikation mit einem Lebens-Rückblick verknüpft.
Dem Kulturkritiker Rainer Bessling werden 100 Antworten auf dessen Fragen zur "Kunst in der digital vernetzten Gesellschaft" gegeben.
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Heimweh als Sehnsucht in Zukunft:
Immer wieder sind Blicke zurück wichtig, denn sie bringen voran. Rückblicke sind nicht nur zu fühlen und zu denken, sondern am wirksamsten zu beschreiben, weil erst im geschriebenen Wort die Aussage nachvollziehbar bleibt.
Jeder NEUstart braucht einen "rückBLICK".
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Ab März 2020 verändert die Corona-Pandemie die Welt. Auch die Kunst muss neue Wege finden. Produktion und Rezeption werden einschneidend verändert. Die regional- analoge Realität wird mit den virtuell-digitalen Welten zu einer neuen Realität verschmelzen. Wie kann man auf diese überraschende Situation bestmöglich als Künstler reagieren?
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Feldforschung: "Die Liebe höret nimmer auf":
Wie lässt sich künstlerisches Arbeiten in Zeiten von unabsehbaren Einschränkungen bei Reisen und Kontakten, bei hohen Infektionsrisiken und bis zu tödlichen Krankheitsverläufen neu organisieren?
Kunst muss in die Zukunft blicken und sich auf die Erfindung neuer Themen, Formate und Werke ausweiten.
Gesetzt wird der Schwerpunkt "Heimatforschung". Gesucht wird ein begrenztes, nahegelegenes Areal mit hoher Spezifik. Der Ort soll zudem die aktuell lebens-bedrohliche Situation erfassen. Gewählt wird der Themenfächer Tod, Begräbnis, Verlust, Trauer, Schmerz, Hoffnung. Der dazu passende Ort ist der Riensberger Friedhof in Bremen.
Im Schwerpunkt steht die Frage, inwieweit sich die normalerweise assoziativ-emotionale Wahrnehmung durch wissenschaftlich-präzise Forschung verändert und inwieweit diese Veränderung zu neuen künstlerischen Ausdrucksformen führen kann. Archiv, Inventar, Publikation, Ausstellung.
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Rezitierte Poese:
Poesie kann nicht nur gedruckter Text sein, sondern auch Stimme. In Zusammenarbeit mit den Schauspielern und Sprechern Gabriele Möller-Lukasz vom Theater Bremen und Ulrich von Bock wurden die Ideen für akustische Poesie im Tonstudio von Marco Nola umgesetzt.
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"Der Friedhof der Dinge".
Als Ergebnis einer einjährigen Feldforschung mit wissenschaftlicher Bearbeitung des Themas "entstehen - wachsen - welken - vergehen" entstand eine Assemblage in der Zeit von Corona als Hommage an den Riensberger Friedhof in Bremen.
Fundstücke auf dem Weg zum Friedhof und auf dem Friedhof werden auf einer Leinwand im Format 100x100cm gesammelt.
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Eine intermediale Heimatforschung:
Aus der Friedhofs-Forschung entsteht eine Publikation, die auf historischen Quellen basiert. Das Werk ist zu verstehen als "zeitgemäßer Beitrag zur Sepulkralkultur" und könnte an einem passenden Ort zum intermedialen Kern einer Ausstellung über "entstehen - wachsen - welken - vergehen" werden.
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Rutenberg 2022 - HolzStich als BitMap:
Inwieweit verändert sich Wahrnehmung durch die wissenschaftliche Erforschung eines Themas und welchen Einfluß hat dieser Prozess auf die ästhetische Kompression in zeitgemäße Kunstformen?
Am Beispiel des Bremer Baumeisters und Gründers der "Kaiserbrauerei Beck & Co.", Lüder Rutenberg (1816-1890) und seiner "Bremer-Häuser" im vorwiegend neoklassizistischen Stil, soll im Zeitraum von 20 Monaten aus der historischen Forschung heraus ein zeitgemäßes Kunstprojekt entwickelt werden.
Die analoge und digitale Publikation dieser Heimatforschung bettet das Wirken von Lüder Rutenberg ein in die Bremische Stadtentwicklung des 19. Jahrhunderts. Umfang ca. 550 Seiten, ca. 800 farbige Abbildungen. Herausgabe 2023.
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Rutenberg 2022 - 1847_BKH_Layer
Kurrent-Schichtungen
Eingereicht zur Jahresausstellung des BBK "Kunsthalle Bremen" 2023.
Mehr >>> (folgt)


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Schlußbemerkung:

Welchen Beitrag zu aktuellen Diskussion über die Wirkung von Kunst in der digitalen, intermedial und global vernetzen Gesellschaft, kann an dieser Stelle geleistet werden?
Es stellen sich folgende Fragen:

# Auf welche Weise werde ich durch digitale Algorithmen geprägt?

# Was hindert mich, digitale Techniken kreativ oder/und konstruktiv zu nutzen?

# Ist "Kunst" für mich eher das verkaufbare Produkt, oder ist sie eher der emanzipatorische Prozess meiner Entwicklung in unserer "Einen Welt"?

# Wie finde ich eine möglichst sinnvolle Verknüpfung zwischen meinen Ansprüchen an künstlerische Freiheit und an die Notwendigkeit meiner Lebensfinanzierung?

# Inwieweit können digitale Techniken im künstlerischen Schaffen konkret behilflich sein:
- bei der Kreation von zeitgemäßer Kunst
- bei der Erstellung eines eigenen Werk-Inventars
- bei einer wirksamen Kommuikation
- bei der allgemeinen Verwaltung

# Weche zeitgemäßen Möglichkeiten ergeben sich durch Digitalisierung und Venetzung für die Erschließung, Bewahrung und Vermittlung von Künstlernachlässen?

# Und: Inwieweit bereichert mich ein "Neu:Start" als Rückblick und Überblick für meinen Weitblick in meine Zukunft?!


Das Atelier - Mehr >>>

Die Biografie" - Mehr >>>

Das Inventar "rice" - Mehr >>>


Sound: Audio in der Leiste starten >>>
NordWestRadio "Gesprächszeit" 16.11.2012
Rainer Berthold Schossig
im Gespräch mit Michael Weisser

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2022 - Abschlußbericht "Neu:Start" >>>
An die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Deutschen Künstlerbund e.V.


2022 - An das Staatsarchiv Bremen >>>
"Über die Zukunft der Vergangenheit"
Offener Brief an Prof. Dr. Konrad Elmshäuser, Leiter des Staatsarchivs Bremen: Über die Langzeitarchivierung von Autobiografien in Form von Sub-Domains.
Und die Reaktion darauf.

2022 - An das "bffkn" >>>
"Im Netz der Künste"
Offener Brief an Rose Pfister, c/o bremer forum für nachlässe von künstlerinnen und künstlern e.V.


2021 - An den Senator für Kultur Bremen >>>
Die Entwicklung neuer Ansätze der Kunstproduktion und Kunstvermittlung unter den besonderen Bedingungen der Corona-Krise.




Das Projekt ist gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm Neustart-Kultur Modul-D Digitale Vermittlungsformate und durch den Deutschen Künstlerbund e.V.