LÜDER RUTENBERG
Baumeister & Unternehmer in Bremen
Familie, Projekte, Visionen, Spekulation.


Lüder Rutenberg (1816-1890) um 1850
Baumeister und Gründer der Kaiserbrauerei Beck&Co. in Bremen.
Ölmalerei von Addig Jaburg (1819-1875) verm.

Sein 1866 begonnenes Straßenbauprojekt die "Mathildenstraße" in der Östlichen Vorstadt Bremens im Fesenfeld hat er nach seiner Frau "Mathilde" geb. Merker benannt.

Mathilde Rutenberg (1820-1890) um 1850
Ölmalerei von Addig Jaburg (1819-1875) verm.

Bauantrag zur Mathildenstraße vom 6. April 1866
Skizze von Lüder Rutenberg zu seinem Bauantrag von 1866. Blick aus der Humboldtstraße in die Mathildenstraße (Erster Bauabschnitt).

Ansichten zum Haus Nr. 77 >>>


Impressionen aus einem repräsentativen Wohnhaus in der Mathildenstraße, zweiter Bauabschnitt von Bismarckstr. bis Feldstraße. Haus No. 93.
1866 - Bauantrag erster Abschnitt Humboldtstr. bis Feldstr.
1870 - Erster Abschnitt "Im Bau".
1871 - Häuser 1-7 bewohnt mit Namensangaben
1871 - Häuser 8-10 unbewohnt, 11-21 im Bau.
1873 - Häuser 1-21 und 90-101 abgeschlossen.
1873 - Häuser 38-72 über Bismarckstr. wurden nicht gebaut.
1873 - Erstbewohner C.E. Wagner, Kfm.
1880 - Buchholz, Kfm.
1888 - Ernst M. Bollmann, Kfm.
1915 - Rengstorff, Kfm.
1991 - Im Frühjahr 1991 wurde das Haus ersteigert, stilerhaltend renoviert und bewohnt von Prof Dr. jur. Dian Schefold und Frau Monica.

1871 - Grundrisse der Baugruppe Mathildenstraße Nr. 90-93 von Lüder Rutenberg.

1902 - Grundrisse vom Keller- und Erdgeschoss für den Ausbau zum Garten hin mit Zusatzzimmer und Wintergarten vom Architekten Fritz Dunkel und für die Einrichtung von Spülclosets im Haus. Bauführer Randermann.


"Unter den Veröffentlichungen des Staatsarchivs Bremen entdeckte ich Rudolf Schusters Buch über die Bremer Vorstädte im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts (1949) und lernte daraus über die damalige Stadterweiterung, besonders auch das Wirken Lüder Rutenbergs und die Planung der größeren Bremer Häuser.
Durch Bekannte lernten wir ein solches Haus in der Mathildenstraße kennen, das nie verfälschend umgebaut worden war und das die Eigentümer sachkundig und sorgfältig restauriert hatten - und dank günstiger Umstände konnten wir das Haus vor gut 15 Jahren [1983] erwerben."
Dian Schefold, Wohnen im Denkmal? Denk mal beim Wohnen! In: Denkmalpflege in Bremen, Bremen 2008, Heft 5, S. 52f.

Die Abbildungen sind exemlarisch ausgewählte Beispiele für den Stil, den Lüder Rutenberg bei der Ornamentik und Ausstattung der Interieurs seiner Häuser pflegte. Weitere Haus-Dokumentationen zur geplanten Publikation sind in Arbeit.

Das Ehepaar Rutenberg ist zur letzten Ruhe gebettet im Mausoleum der Familie auf dem Riensberger Friedhof zusammen mit deren direkten Nachkommen Leisewitz, Marwede und Jaenisch.

Mehr zum Rutenberg-Mausoleum >>>

Über das Mausoleum der Familie Rutenberg:
> Das Projekt "Riensberger Friedhof" >>>
> Die Publikation zum Riensberger Friedhof >>>
> Die Geschichte der Familie Leisewitz >>>
> Heimatforschung Bremen >>>

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RUNDSCHREIBEN - AUFRUF

Für eine Ästhetische Feldforschung zu den Planungen und Bauwerken des Bremer Baumeisters Lüder Rutenberg suche ich Zugang zu Informationen und Interieurs von Altbremer Häusern.

Das Projekt verbindet Medienkunst mit Forschung, zielt auf eine wissenschaftliche Publikation ab und wird vom Staatsarchiv wie durch ein Stipendium vom Senator für Kultur und die Lüder Rutenberg Familienstiftung freundlich unterstützt.

Wissenschaftliche Forschung soll als Experiment mit intuitiver Kunst verbunden werden und in eine zeitgemäße, digital vernetzte Form von "Heimatforschung" münden.

Mein Interesse gilt besonders der Ornamentik und den  Details von Wohnhäusern (Treppenhaus, Bodenfliesen, Intarsien, Malereien, Stuck etc.) des Baumeisters Lüder Rutenberg in folgenden Bremer Straßen:

# Rutenstraße
# Mathildenstraße
# Herderstraße
# Besselstraße
# Feldstraße
# Am Dobben
# Humboldtstraße
# Pagentorstraße


Heinrich Rutenberg ist ein weiterer Architekt der weitläufigen Baumeister-Familie, der ebenfalls Bremer Häuser und ganze Straßenzüge plante und realisierte - siehe u.a.:

# Elsasser Straße
# Hagenauer Straße

# Lothringer Straße
# Graf Moltkestraße
# Parkstraße

Interessiert bin ich an alten Dokumenten zur Geschichte dieser Häuser, wobei sich die historischen Bauakten unproblematisch mit Hilfe der Eigentümer über das Bauarchiv beschaffen lassen.

WER kennt Eigentümer oder Bewohner in diesen Straßen und kann mir den persönlichen Kontakt über Ansprechpartner, Straße, Nr. per Mailadresse oder Telefonnummer vermitteln.

Mit bestem Dank und Gruß verbleibe ich
Michael Weisser

www.MikeWeisser.de
MikeWeisser@yahoo.de