REFERENZ - BAUWERKE IN BREMEN
Graf-Moltkestraße No.57


Die Graf-Moltkestraße im Jahr 1908.

Die Graf-Moltkestraße Nr. 27 im Jahr 2022

Haus Graf-Moltkestraße Nr. 57 im Jahr 2022.

Die Moltkestraße wurde erstmals im Bremer Adreß-Buch von 1892 genannt und verortet als: gelegen zwischen der Bismarckstraße und der Schwachhauser Chaussee. Bebaut war die Straße in diesem Jahr mit den Häusern Nr. 31, 28 und 26.
1895 kamen die Häuser 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42 und 44 hinzu. Alle Häuser waren zu dieser Zeit bewohnt mit ein bis maximal 3 Parteien.
Die Umbenennung der Moltkestraße in Graf-Moltkestraße basiert auf der Erhebung in den erblichen preußischen Grafenstand Moltkes am 28. Oktober 1870, wurde aber im Straßennamen erst im Jahr 1906 auf Antrag von Bürgern vollzogen.

Bauakte vom 11.2.1908 zum Antrag 10.2.1908.

Am 10.2.1908 reichte der Bremer Architekt Arthur Hugo Stuhr den Bauantrag für einen Wohnhausneubau in der Graf-Moltkestraße mit der Hausnummer 57 ein.

Der Plan von 1908 zeigt das Wohnhaus Nr. 57 mit der Bezeichnung "A. Stuhr" als Abschluß einer Baureihe.

Fassade zum ersten Bauantrag von 1908.
Der Eingang des Eckhauses war seitlich geplant und die Straßenbreite des Hauses betrug rund 10 Meter.
Der Bau war offensichtlich für den Bauherren Stuhr selber gedacht, der jedoch das Grundstück gewinnbringender für zwei Häuser nutzte und selbst einen Neubau im Jahr 1910 in der Graf-Moltkestraße Nr. 37 an der Ecke zur Uhlandstraße (mit Seiteneingang von der Uhlandstraße) bezog.

Die Bauerlaubnis von 1908.

Die neue Planung vom 6. 2.1909 sah ein weiteres Haus mit der Nr. 59 als Anbau an die Nr. 57 vor. Der geplante seitliche Eingang auf den die Grundrisse der Etagen ausgerichtet waren konnte demnach nicht mehr realisiert werden. So entwickelte Stuhr eine Alternative mit straßenseitigem Eingang.

Hausfront zum zweiten Bauantrag vom 12.11.1909, abgenommen vom Baumeister Carl Wilhelm Strauß, wohnhaft in der Delmestraße 47, in seiner Eigenschaft als Beamter bei der Polizeidirektion in Bremen.
Die Zeichnung zeigt Hausansätze der Nummern 55 (links) und 59 (rechts) die ebenfalls vom Architekten Stuhr geplant und ausgeführt wurden.




In die Vertäfelung eingebauter Spiegel am Eingang im Treppenhaus.




Lichtschacht zwischen den Häuser Nr. 57 und 59.












Haus Nr. 57.

Haus Nr. 59.


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