Familie Michael Weisser - Feldforschung in BREMEN - Mathildenstraße

LÜDER RUTENBERG
Bremen, Mathildenstraße Nr. 72


1866 begann Lüder Rutenberg sein Bauprojekt "Mathildenstraße" in der Östlichen Vorstadt Bremens im Bereich Fesenfeld, das er nach seiner Frau "Mathilde" geb. Merker benannt hat.
Geteilt wurde die Straßenanlage in zwei Phasen: von der Humboldstraße bis zur Feldstraße und folgend von der Feldstraße bis zur Bismarckstraße.
Die Häuser, die über die Bismarckstraße hinaus geplant waren, wurden als Nummer 38 bis 71 nicht realisiert.

Das Haus Nr. 72 wurde 1886 im Stil der Neorenaissance erbaut und ab 1887 vom Bremer Tabakkaufmann Heinrich Gerhard Richard Hirschfeld und seiner Familie bis zum Jahr 1899 bewohnt.
Im Jahr 1900 übernahm Hirschfeld die nach ihm benannte "Villa Hirschfeld" am Osterdeich 17, die von den Architekten Eduard Gildemeister (1848-1946) und Wilhelm Sunkel entworfen wurde.
Ab 1900 bewohnte der Kaufmann W.H.A.A. Thiemann den großzügigen Bau in der Mathildenstraße 72, der ein stilistisches Pendant aus dem Jahr 1891 in der Contrescarpe 32 (ehemals 32-33) zwischen Kohlhöker Straße und Hohenpfad findet.
Weitere Mitbewohner des Hauses 72 sind nicht verzeichnet so daß man davon ausgehen kann, dass der Kaufmann Thiemann dort mit seiner Familie wohnte. Er ist bis zum Jahr 1919 nachzuweisen.
Es stellt sich die Frage, ob es sich hier um einen Bau von Lüder Rutenbeg handelt. Vermutlich ist dies nicht der Fall, denn Rutenberg verstarb 1890.

Bodenfliesen am Eingang.

Glasfenster im Windfang.

Deckenstuck im Windfang.

Deckenstuck im Eingangsbereich.

Eingang zur Soutrerrainwohnung.

Treppenaufgang.







Deckenstuck der ersten Etage von der Wohnung aus. Es zeigt sich, daß die Abtrennung der Etagen in geschlossene Wohnungen erst später erfolgte. Ursprünglich war das Treppenhaus zu den Etagen offen.

Deckenstuck der ersten Etage in der Wohnung.












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Das Ehepaar Rutenberg ist zur letzten Ruhe gebettet im Mausoleum der Familie auf dem Riensberger Friedhof zusammen mit deren direkten Nachkommen Leisewitz, Marwede und Jaenisch.

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Über das Mausoleum der Familie Rutenberg:
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