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KUNST ist m/eine radikal persönliche Betroffenheit!

Diese WEB-Suite R.I.C.E. ist ein digitales Inventar, das den möglichst komfortablen Zugang zu mehr als 1.600 Artefakten ermöglichen soll, die im Verlauf von rund 50 Jahren im Grenzbereich von analog und digital entstanden sind.

Die Artefakte entstehen weder um zu gefallen noch entstehen sie mit dem vorrangigen Ziel verkaufbar zu sein - sie sind vielmehr der sinnliche Ausdruck dessen, was mich in den Gedanken bewegt. Die notwendige kommerzielle Seite der Arbeit allerdings sichert ihre Zukunft!

Die Menge meiner Artefakte nenne ich "Das Werk" - es besteht aus Bildern, Klängen und Texten und entstand im Grenzbereich unserer analogen und digitalen Welt. Aufgrund dessen ist das Werk ein Beitrag zur sich entwickelnden "ComputerKultur" und hat sich über verschiedene Orte verteilt: Das ZKM/Karsruhe hat eine große Sammlung in seinem Bestand, verschiedene öffentliche Einrichtungen und private Liebhaber zeitgenössischer Medienkunst verfügen über Werkserien, das Staatsarchiv Bremen hat Wort- und BildWerke mit Bremen-Bezug im Archiv und eine konzentierte Sammlung exemplarischer Artefakte befindet sich als "Collection" in meinem Archiv..

Diese WEB-Suite R.I.C.E.
fasst alle Artefakte in einem Index zusammen und ergänzt diesen um Dokumente zu ihrem Entstehen und Wirken. Die WEB-Suite ist dabei nicht abgeschlossen sondern als Wachstumsprozess angelegt - sie lebt von Detaillierung und Ergänzung.

Über die Archivierung der Werkdaten hinaus geht es auch um den Entwurf eines digitalen Inventars, dessen Struktur eine bestmögliche Orientierung und damit ein Verständnis des Gesamtwerks möglich machen soll.

Zur Übersicht über Projekte und Werke, die im Verlauf von rund 50 Jahren entstanden sind, erfasst dieses Inventar ausdrücklich den Entstehungsprozess mit seinen Hintergründen und die Reflektion von Werken, sowie allgemeine Gedanken zum wechselseitigen Verhältnis von Kunst, Wissenschaft, Technologie und Lebensalltag.

Anneke Ter Veen - TV-Moderatorin >>>

Dieses Inventar ist nicht nur logisch-linear strukturiert, sondern zugleich auch assoziativ-nonlinear angelegt, um auf verschiedene Weise Zugang zur Transformation von nicht-materiellen Ideen zu materialisierten "Gestalten" möglich zu machen.

Dieses Inventar ist wie eine Architektur angelegt.
Sie ist ein komponiertes Gebilde aus verschiedenen Räumen, die in ästhetischer, funktionaler, rationaler und emotionaler Weise durch "Links" miteinander verbunden sind. Diese Vernetzung erzeugt eine ästhetische und inhaltliche Vielschichtigkeit und Anmut, die als ein spannende Reise in fremde Welten wahrgenommen werden kann.

Das Thema dieser virtuellen Architektur ist "zeitgenössische Kunst", denn die Räume sind mit verschiedenen Werken gefüllt, die in experimentell angelegten, ästhetischen Prozessen entstanden sind.

Die Kunst um die es hier geht, versteht sich ausdrücklich nicht als Dekoration, Ware, Wertanlage oder Prestigeobjekt sondern als wirksame Methode einer konsequenten Lebensgestaltung.

Insoweit ist diese Suite ein artifizieller Raum, in dem es in einer steten Aktualisierung und Ergänzung um die Erfassung, Sammlung, Ordnung, Verbindung und Reflektion von persönlichen Eindrücken, Erfahrungen und Kreationen geht.
Ideen werden materialisiert und nehmen Gestalt in Form von Bildern, Klängen und Worten an. Diese Gestalten wirken wie Bojen, sie senden Signale nach außen und suchen nach Reaktion.

Vernetzt werden Werke in Gestalt von Bildern, Klängen und Worten, die im Grenzbereich von analoger und digitaler Datenverarbeitung entstanden sind.
Weil diese Methode der Vernetzung erstmals durch das Prinzip der Digitalisierung und dem Internet möglich ist, sieht sich diese Suite als ein Beitrag zur "ComputerKultur". Sie kann als Medien-Hybrid erfahren werden und über den persönlichen Genuss hinaus auch Thema für Forschung und Lehre der Kunst- und Kulturwissenschaften sowie der neuen, digitalen Medien sein.


Im Grenzbereich von analoger und digitaler "Datenverarbeitung" entstanden im Verlauf von rund 50 Jahren mehr als 1.600 Werke, die unter zwei Arbeitsmethoden geschaffen wurden:

Die "Ästhetische Feldforschung" erspürt, erfasst, sammelt, ordnet, reflektiert und kommuniziert ausgewählte Atmospären, Orte und Themen in Bildern, Klängen und Worten.

Die "Kreativ-kritische Intervention" versucht im Anschluß daran in die analysierte Lebenswelt einzugreifen und gestaltend zu wirken, um "positiv" zu verändern.

Begleitet werden diese beiden Formen künsterischen Schaffens durch eine Evaluation, in der Ergebnisse und Wirkungen geprüft werden.


Diese WEB-Suite dokumentiert und erläutert die Prozesse der Feldforschung und der Intervention und deren Ergebnisse anhand ausgewählter Beispiele und geht u.a. folgenden Fragen nach:

# Welche Kunst wird im digitalen Zeitalter möglich?
# Wie ändert sich der Arbeitsplatz des Künstlers?
# Bleibt Kunst ein Träger von Sehnsucht?
# Inwieweit wirkt digitale Kunst in das Leben ein?
# Kann heutige Kunst politisch wirken?
# Wie gestalte ich mein Leben in einer neuen Welt?

> Was ist "Ästhetische Feldforschung" >>>

> Wie wirken Worte >>> PDF

> Das Smarty ist mein AlterEgo? >>> PDF

> Herr Weisser, warum machen Sie das? >>>

Bei aller Ambition, die praktische Übersicht über eine Ansammlung vieler Werke zu schaffen entsteht zugleich ein neues Werk als subjektiver Kosmos der Anmutungen, der Kreationen, der Farben und Formen, der Tiefen, der Bekenntnisse, Sehnsüchte und (im wahren Sinn des Wortes) der Verstrickungen.

Mit dieser WEB-Suite entsteht unweigerlich ein Alter-Ego, eine Spiegelung die in einem Wachstumsprozess lebt. Sie irritiert, informiert und inspiriert.

KUNST bleibt eine radikal persönliche Betroffenheit!


ps. Man kann diese digitale Architektur auch als Kreuz-Wort-Rätsel verstehen, als Denk-Sport-Aufgabe, der es darum geht, eine Leere auszufüllen, einen Sinn zu geben, eine Gestalt zu schaffen, zu komplettieren und sich dabei selber zu vermessen.


Dieses Projekt wäre nicht möglich ohne Anregungen von anderen Menschen. Ausdrücklich bedanke ich mich bei dem Kunsthistoriker und Theologen Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk; dem Spezialisten für Nanotechnologie Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Günter Rubahn; dem Physiker und Science Fiction Autor Prof. Dr. Herbert W. Franke; dem Kanzler der University of Applied Sciences Kiel Klaus Michael Heinze; dem Senator für Bildung a.D. Horst von Hassel, dem CEO des ZKM/Karlsruhe Prof. Dr. h.c. Peter Weibel, dem Informatiker Prof. Dr. Frieder Nake, meinem Freund Dr. Bernd Loock, dem leitenden Team der Staatsbibliothek Bremen Dr. Jörn Brinkhus, Jasper Dräger und Boris Löffler sowie der Leitung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Bremen Dr. Frauke von der Haar und Dr. Karin Walter.